Donnerstag, 24. April 2008

    Wissen für den Büroalltag

    Auf »CC« setzen, schon klar. Intuitiv/instinktiv mache ich das, was jeder büroarbeitende Mensch nach so einer Aufforderung eines Kollegen macht: Ich füge die Adresse des Kollegen in die »CC«-Adresszeile meines Mailprogramms ein. Denn ich weiss: Wenn ich das mache, bekommt der Kollege eine Kopie meiner verschickten Mail zugesandt, und genau das ist es, was er mit seiner Anweisung wollte. Neulich habe ich mich jedoch gefragt: Was bedeutet »CC« eigentlich? Also »Copy« ist soweit klar, aber das zweite C war mit bislang immer schleierhaft, und bei »BCC« hört es dann völlig auf. Nachfragen im Freundeskreis offenbarte nur, dass der überdurchschnittlich gebildete Designstudierende anscheinend auch keine Ahnung hat, was das, was er dort täglich in seinem Mailer macht, eigentlich meint.

    Heute hatte ich die Schnauze voll von dieser Unwissendheit. Ich habe mich hingesetzt und recherchiert. Die Antwort auf die Frage zu finden, war gar nicht so schwer. »CC« kommt von »Carboncopy« und ist somit als Metapher für die alten Durchschlagblätter zu verstehen. Ihr wisst schon: Die Dinger, die man früher zwischen zwei gleiche Formulare gelegt hat, und dann nur das Oberste mit dem Kuli ausfüllen musste, weil die Farbe des Durchschlagpapiers … – naja, ich glaub’ ihr wisst schon, wie das funktioniert. »BCC« steht dann natürlich für »Blindcarboncopy«, also für die Blindkopie, die immer dann benutzt wird, wenn die anderen Empfänger nicht wissen sollen, das noch jemand mitliest.
    Wieder was gelernt. Wieder eine Gelegenheit mehr, vor anderen mit unnützem Wissen rumzuprotzen.

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